Werkstoffprüfer*innen der Fachrichtung Systemtechnik untersuchen komplexe Werkstoffsysteme und Bauteile auf ihre Eigenschaften und Qualität, planen und koordinieren Prüfabläufe, führen unterschiedliche Prüfverfahren durch, analysieren Ergebnisse und dokumentieren diese – von der Vorbereitung über die Prüfung bis zur Auswertung, damit Werkstoffe und Systeme sicher, zuverlässig und normgerecht eingesetzt werden können.
Was sind deine Aufgaben?
Überprüfen des Zustands von Komponenten technischer Systeme
Auswählen der Prüftechniken
Optimieren der Prüfbedingungen
Erstellen von Prüfanweisungen für die zerstörungsfreie Prüfung von Oberflächenfehlern und oberflächennahen Fehlern in technischen Anlagen, Werkstoffen und Bauteildimensionen
Untersuchen von Bauteilen und Komponenten aus unterschiedlichen Werkstoffen
Prüfen von Schweißverbindungen
Berücksichtigen umgebungs- und anlagenbedingter Einflüsse des Einsatzgebietes auf Prüfdurchführung und Prüfergebnisse
Überprüfen, Kalibrieren und Warten der Prüf- und Hilfsmittel
Erfassen, Dokumentieren und Analysieren der Prüfergebnisse
Vergleichen identifizierter Abweichungen und Fehler mit Fehlerkatalogen sowie Prüfstandards mit definierten Fehlern
Festlegen, Kontrollieren und Dokumentieren von Nachbehandlungsverfahren an Bauteilen vor Ort
Wo wird ausgebildet?
Werkstoffprüfer*innen der Fachrichtung Systemtechnik arbeiten in branchenübergreifenden prüftechnischen Dienstleistungsunternehmen, in der chemischen und petrochemischen Industrie, in weiterverarbeitenden Unternehmen der Luftfahrt-, Automobil-, Eisenbahn- und Schiffbauindustrie, im Anlagenbau, im Bauwesen, bei Werkstoffprüfanstalten sowie bei Materialforschungseinrichtungen.
Was musst du mitbringen?
Gute Noten in Chemie
Gute Noten in Mathematik
Gute Noten in Physik
Sorgfalt
Selbstständiges Arbeiten
Gute Noten in Informatik
Gute Noten in Technik
Technisches Verständnis
Verantwortungsbewusstsein
Merkfähigkeit
Beobachtungsgenauigkeit
Gute Noten in Werken
Handwerkliches Geschick
Auge-Hand-Koordination
Wie erfolgt die Ausbildung?
Duale Ausbildung
Die Ausbildung zur/zum Werkstoffprüfer*in der Fachrichtung Systemtechnik erfolgt dual, also im Wechsel zwischen Ausbildungsbetrieb (z. B. in Industrieunternehmen, Prüflaboren oder Forschungseinrichtungen) und Berufsschule. Im Betrieb lernen angehende Fachkräfte, wie komplexe Bauteile und Systeme auf ihre Materialeigenschaften und Funktion geprüft werden. Dazu gehören das Anwenden zerstörungsfreier Prüfverfahren (z. B. Ultraschall-, Röntgen- oder Magnetpulverprüfung), das Analysieren von Werkstoffen im eingebauten Zustand sowie die Überwachung von Prüfprozessen. Auch die Auswertung und Dokumentation der Ergebnisse gehört zum Berufsalltag. In der Berufsschule werden die theoretischen Grundlagen vermittelt, darunter Werkstoffkunde, Prüfverfahren, Physik und Chemie, Messtechnik, Qualitätssicherung sowie Arbeits- und Gesundheitsschutz. Durch die Verbindung von Praxis und Theorie entwickeln sie Schritt für Schritt die Kompetenz, Werkstoffe und technische Systeme zuverlässig zu prüfen und deren Sicherheit und Funktionsfähigkeit zu gewährleisten.