Polster- und Dekorationsnäher*innen fertigen und reparieren Polsterungen sowie textile Dekorationen, nähen Bezüge für Möbel, Vorhänge oder Kissen, schneiden Stoffe zu, verarbeiten Materialien passgenau und kontrollieren die Qualität – von der Materialvorbereitung über das Nähen bis zur Endmontage, damit Wohn- und Objektbereiche funktional, langlebig und ansprechend gestaltet sind.
Was sind deine Aufgaben?
Anfertigen raumverschönernder Gegenstände (z. B. Vorhänge, textile Wandbespannungen, Polsterbezüge, Sitzkissen, Tischdecken, Sofa- und Matratzenbezüge, Lampenschirme, Raumteiler) aus Natur- und Synthetik-Stoffen und aus Leder
Nach Prüfung des Arbeitsauftrags Auswahl der Dekorationsstoffe (z. B. Seide oder Leinen) sowie der Bezugsstoffe (z. B. Leder oder Nessel)
Zuschneiden des Materials
Zusammennähen der Einzelteile per Hand oder Nähmaschine
Versäubern der Nähte
Anbringen von Reißverschlüssen und von Verzierungen (z. B. Knöpfe, Spitzen, Fransen, Kordeln)
Aufbügeln der Werkstücke
Pflegen und Warten der Werkzeuge und Maschinen
Speziell im Handwerk: Kundenberatung, Planen von Raumdekorationen, Ausmessen der Räume und Berechnen des Materialbedarfs, Anfertigen von Skizzen, Zeichnungen, Modellen und Schablonen
Wo wird ausgebildet?
Polster- und Dekorationsnäher*innen arbeiten bei Fachbetrieben des Raumausstatterhandwerks, der industriellen oder handwerklichen Polstermöbelherstellung sowie Gardinenfabriken und Kauf- bzw. Möbelhäuser mit Abteilungen für Raumausstattung und Innendekoration.
Was musst du mitbringen?
Gute Noten in Mathematik
Sorgfalt
Selbstständiges Arbeiten
Gute Noten in Technik
Technisches Verständnis
Räumliches Vorstellungsvermögen
Gute Noten in Werken
Gute Noten in Textiles Gestalten
Sinn und Gespür für Ästhetik
Handwerkliches Geschick
Zeichnerische Fähigkeiten
Auge-Hand-Koordination
Gute Noten in Kunst
Gestalterische Fähigkeiten
Wie erfolgt die Ausbildung?
Duale Ausbildung
Die Ausbildung zur/zum Polster- und Dekorationsnäher*in erfolgt dual, also im Wechsel zwischen Ausbildungsbetrieb (z. B. Polstereien, Raumausstatterbetriebe oder Möbelhersteller) und Berufsschule. Im Betrieb lernen angehende Fachkräfte, wie Polsterbezüge, Vorhänge, Gardinen und andere textile Dekorationen zugeschnitten, genäht und verarbeitet werden. Dazu gehören das Arbeiten nach Maß, das Bedienen von Näh- und Spezialmaschinen, das Anbringen von Reißverschlüssen und Verschlüssen sowie die Qualitätskontrolle der fertigen Arbeiten. In der Berufsschule werden die theoretischen Grundlagen vermittelt, darunter Textil- und Materialkunde, Fertigungstechniken, Maßnehmen und Zuschneiden, Gestaltung, Arbeitssicherheit sowie Qualitätsmanagement. Durch die Verbindung von Praxis und Theorie entwickeln sie Schritt für Schritt die Kompetenz, textile Bezüge und Dekorationen präzise, funktional und ansprechend herzustellen.