Fischwirt*innen züchten, halten und bewirtschaften Fische und andere Wasserorganismen, betreuen Gewässer oder Aquakulturanlagen, überwachen Wasserqualität, füttern und pflegen Bestände und führen Fang- und Verarbeitungsarbeiten durch – von der Aufzucht über die Bestandskontrolle bis zur Ernte, damit Fischbestände nachhaltig, gesund und wirtschaftlich bewirtschaftet werden.
Was sind deine Aufgaben?
Aufziehen, Erbrüten und Großziehen fischereilicher Nutztiere
Bewirtschaften natürlicher Gewässer in der Fluss- und Seenfischerei
Anlegen und Pflegen von Becken oder Fließgewässern (z. B. Bekämpfen von Algen und Unkraut, Befestigen der Ufer, Mähen der Dämme)
Füttern der Tiere
Überwachen von Wasserqualität, Temperaturen und Gesundheitszustand der Tiere (Bei Anzeichen von Krankheiten oder Parasitenbefall: Ergreifen von Gegenmaßnahmen)
Durchführen von Maßnahmen gegen Fressfeinde, z. B. durch Abdecken des Beckens
Regulieren der Bestände ggf. durch Einsetzen von Jungfischen • Abfischen verkaufsreifer Tiere, Sortieren und ggf. Weiterverarbeitung
Vermarkten der Produkte (Verkauf an Groß- oder Einzelhandel bzw. an Privatkunden)
Reinigen und Instandhalten der Anlagen, Betriebseinrichtungen, Fanggeräte und Betriebsfahrzeuge in hygienisch einwandfreiem Zustand
Beheben kleinerer Störungen, ggf. Veranlassen von Wartungs- und Reparaturarbeiten
Wo wird ausgebildet?
Fischwirt*innen arbeiten u. a. in Betrieben der Fischhaltung, in Betrieben der Fischzucht, in der Fluss- und Seenfischerei, in öffentlichen Einrichtungen bzw. Forschungseinrichtungen (z. B. in fischereiwirtschaftlichen Versuchsanstalten) sowie im Fischhandel.
Was musst du mitbringen?
Wie erfolgt die Ausbildung?
Duale Ausbildung
Die Ausbildung zur/zum Fischwirt*in erfolgt dual, also im Wechsel zwischen Ausbildungsbetrieb und Berufsschule. Je nach Fachrichtung – Aquakultur und Binnenfischerei oder Küstenfischerei und Kleine Hochseefischerei – lernen angehende Fischwirte im Betrieb, wie Fische und andere Wasserorganismen gezüchtet, gefangen, gepflegt und vermarktet werden. Dazu gehören das Bewirtschaften von Gewässern, das Bedienen von Fang- und Zuchtanlagen, die Fütterung und Gesundheitskontrolle der Tiere sowie der Umgang mit Netzen, Booten und technischen Geräten. In der Berufsschule werden die theoretischen Grundlagen vermittelt, darunter Fischkunde, Gewässerökologie, Fang- und Zuchttechnik, Umweltschutz, Arbeitssicherheit sowie Betriebswirtschaft. Durch die Verbindung von Praxis und Theorie entwickeln sie Schritt für Schritt die Kompetenz, Fischbestände nachhaltig zu bewirtschaften und hochwertige Fischprodukte fachgerecht zu erzeugen.