Bauwerksabdichter*innen schützen Gebäude und Bauwerke vor Feuchtigkeit und Wasser, dichten Dächer, Keller, Balkone und Bauwerksfugen ab, verarbeiten unterschiedliche Abdichtungsmaterialien und prüfen ihre Arbeit sorgfältig – von der Vorbereitung des Untergrunds bis zur fertigen Abdichtung, damit Bausubstanz dauerhaft geschützt und Schäden vermieden werden.
Was sind deine Aufgaben?
Schützen von Gebäuden und anderen Baukonstruktionen gegen Oberflächen- und Grundwasser sowie andere Feuchtigkeit
Vorbereiten der Baustelle (z. B. Kontrollieren des Grubenwandverbaus; Durchführen von Verkehrssicherungsmaßnahmen; Aufstellen von Arbeits- und Schutzgerüsten; Auswähren des Materials; Überprüfen der Abdichtungsuntergründe auf Beschaffenheit und Eignung)
Ausführen von Abdichtungsarbeiten im Hoch-, Tief-, Brücken- bzw. konstruktiven Ingenieurbau (z. B. Abdichten von Flächen an und in Bauwerken, an Dächern, Terrassen, unter Dachbegrünungen, von Verkehrsflächen an Tunnel- und Brückenbauwerken sowie für Deponien; Anbringen von Abdichtungsstoffen wie Bitumen- und Kunststoffbahnen sowie von Metallbändern; Einbauen von Dämmstoffen; Auftragen von Schutzschichten aus Spachtelmassen und Flüssigkunststoffen; Montieren von Regenrinnen, Fallrohren und Lichtkuppeln; Aufbringen von Oberflächenschutz in Form von Beschichtungen, Kiesschüttungen, Anstrichen, Folien)
Installieren automatischer Leckmeldeanlagen
Wo wird ausgebildet?
Bauwerksabdichter*innen arbeiten in Betrieben der Bau- bzw. Ausbauwirtschaft (z. B. in der Abdichtungstechnik, Flachdachisolierung, Bautenschutz oder -sanierung, Fußboden-, Fliesen- und Plattenlegerei) sowie des Straßen-, Brücken-, Tunnel- oder Wasserbaus.
Was musst du mitbringen?
Gute Noten in Chemie
Gute Noten in Mathematik
Gute Noten in Physik
Sorgfalt
Selbstständiges Arbeiten
Gute Noten in Technik
Beobachtungsgenauigkeit
Gute Noten in Werken
Handwerkliches Geschick
Umsicht
Körperbeherrschung
Wie erfolgt die Ausbildung?
Duale Ausbildung
Die Ausbildung zur/zum Bauwerksabdichter*in erfolgt dual, also im Wechsel zwischen Ausbildungsbetrieb und Berufsschule. Im Betrieb lernen angehende Bauwerksabdichter*innen, wie Bauwerke dauerhaft vor Feuchtigkeit geschützt werden – zum Beispiel durch das Abdichten von Dächern, Terrassen, Balkonen, Kellern oder Tiefgaragen. Sie verarbeiten unterschiedliche Abdichtungsmaterialien wie Bitumenbahnen, Kunststoff- oder Flüssigabdichtungen und arbeiten mit modernen Werkzeugen und Maschinen. In der Berufsschule werden die theoretischen Grundlagen vermittelt, darunter Material- und Baustoffkunde, Bauphysik, Abdichtungstechniken, technische Zeichnungen sowie Arbeits- und Gesundheitsschutz. Durch die Verbindung von praktischer Arbeit und theoretischem Wissen entwickeln sie Schritt für Schritt die Fähigkeiten, um Gebäude zuverlässig vor Wasser- und Feuchtigkeitsschäden zu schützen.