Die Staatliche Seefahrtschule Cuxhaven…

... Modern – Maritim - Praxisnah.

Nach der Realschule endlich richtig durchstarten und Karriere an Bord machen.

Starte Deinen Werdegang als „Schiffsbetriebstechnische(r) Assistent(in)“, sammle Erfahrung im Schiffsbetrieb und bilde Dich zur Offizier(in)
an Bord eines Handels- oder Passagierschiffs weiter.

An der Seefahrtschule bieten wir berufliche Erstausbildung sowie die Weiterbildungen zu sämtlichen Befähigungszeugnisse in Nautik, Schiffsbetriebstechnik und Fischerei.

Beschreibung

Die Ausbildung zum/zur Schiffsbetriebstechnischen Assistent/in spezialisiert von vorne herein für den nautischen oder technischen Schiffsbetrieb und ist ideal für diejenigen, die beispielsweise ein Seediensttauglichkeitszeugnis nur für einen Betriebszweig erhalten können. Du wirst also zum Spezialisten für den Decks- oder Maschinenbereich ausgebildet und lernst den gewählten Bereich intensiv kennen.

Anschließend setzt Du Deinen Werdegang fort, um Führungskraft an Bord, also Schiffsoffizier*in, zu werden!

Zunächst absolvierst Du Erfahrungsseefahrtzeit als nautische/r oder technische/r Offiziersassistent*in.

Mit der vollendeten NOA/TOA-Fahrzeit gehst Du schließlich zur Fachschule Seefahrt, um z.B. den Lehrgang zum Kapitän NK oder Leiter der Maschinenanlage TLM zu besuchen und  auf diesem Wege Deine Karriere zu machen.

Zusätzlich erhältst Du nach dem Abschluss der zweijährigen Fachschulbildungsgänge den akademischen Grad einer staatlich geprüften Technikerin / staatlich geprüften Techniker bzw. Bachelor Professional und die Fachhochschulreife und kannst das nautische oder technische Befähigungszeugnis beantragen.


Bord-Praktikum

Arbeits- und Ruhezeiten

Während des zweijährigen Schulbesuchs absolvierst Du ein 30-wöchiges Bordpraktikum und kannst so schon in das Bordleben reinschnuppern. Die Arbeit an Bord ist im Wachsystem organisiert, das heißt, Arbeit und Freizeit wechseln sich regelmäßig ab. Auszubildende absolvieren in der Regel eine zusammenhängende Arbeitszeit von 8 Stunden, meistens im Tagesdienst. Es ist auch möglich, dass Du die Offiziere bei ihrer Arbeit im Wachsystem begleitest. Hier würdest Du ebenfalls auf 8 Stunden Arbeitszeit in 24 Stunden kommen.

An Bord ist rund um die Uhr Betrieb, auch am Wochenende. Da kann es auch mal dazu kommen, dass Überstunden anfallen, die Sicherheitsübung am Samstag stattfindet, und Du am Sonntag beim Ablegen assistierst.

Fremde Kulturen | Zusammenleben an Bord

Deine praktische Ausbildung findet größtenteils an Bord statt. Wie genau sich Dein Alltag gestaltet, hängt davon ab, wo Du diese Ausbildung machst. Da ist alles möglich, vom Großcontainerschiff, mit dem Du von einem Hafen zum nächsten um die Welt fährst, über Tanker, die hauptsächlich in Nord- und Ostsee operieren, Forschungsschiffe, die die Pole bereisen, Feeder, die sich die Küste entlang arbeiten, bis hin zu Schleppern oder Inselfähren, die auch mal abends im Heimathafen festmachen, und morgens wieder losfahren.

Auf vielen Schiffen gibt es unterschiedliche Nationalitäten an Bord. Kommuniziert wird dann meistens in Englischer Sprache; keine Sorge, hier ist keine Perfektion gefragt. Natürlich stehen Dir für die Ausbildung zwei deutschsprachige Ausbilder*innen zur Seite.

Du hast zwar in der Regel Deine eigene Kammer (so nennt man ein Zimmer auf einem Schiff) mit Nasszelle, aber das Zusammenleben erfordert natürlich trotzdem eine gewisse Rücksichtnahme und Toleranz. Du kannst Dich in deiner Freizeit auf Deine Kammer zurückziehen und beispielsweise Filme schauen, oder aber Gesellschaft suchen und mit anderen zusammen kickern oder in gemeinsamen Gesprächen einen Einblick in die Kultur der anderen Crew-Mitglieder bekommen.

Landgang | Urlaub

Du hast natürlich auch Freizeit an Bord, gern Freiwache genannt. In dieser Zeit kannst Du Dich in den Bordeinrichtungen entspannen und Dich allein oder mit anderen Crew-Mitgliedern nach Lust und Laune beschäftigen (Tischtennis, Karaoke, etc.). Mittlerweile wird auch ein Internet-Zugang an Bord immer häufiger zur Verfügung gestellt. Davon abgesehen gibt es in Küstennähe aber fast immer über das Smartphone einen Zugang zum Netz.

In vielen Häfen gibt es auch die Möglichkeit zum Landgang. Dies bietet Dir die Möglichkeit, tolle Eindrücke verschiedener Länder und Kulturen zu gewinnen.

Urlaub kann nach Rücksprache mit der Reederei gewährt werden, solange die vorgesehenen 30 Wochen innerhalb des von der Schule gesteckten Zeitrahmens erfüllt werden.

Essen und Trinken

Ein guter Koch ist mit das Wichtigste an Bord. Verpflegungstechnisch gibt es immer ein Rund-um-Sorglospaket. Frühstück, Coffee-Time, Mittag, Coffee-Time, Abendessen. Getränke stehen rund um die Uhr zur Verfügung. Snacks gibt es im "Bordkiosk" zu kaufen. Zu besonderen Gelegenheiten gibt es auch mal frisch geangelten Fisch, ein Spanferkel oder ein Barbecue. Du hast an Bord und auch während des Schulzeitblocks freie Unterkunft und Verpflegung.

Gehalt | BAFöG

Der Schulbesuch kann bei Vorliegen der Voraussetzungen mit BAFöG gefördert werden. Informationen hierzu erhältst du hier: Schüler-BAFöG. Weiterhin zahlen die aufnehmenden Reedereien während des Bordpraktikums in der Regel einen Zuschuss, damit Du Deine laufenden Ausgaben an Bord decken kannst.

Nach der SBTA-Ausbildung und einer Fahrzeit von 5.5 Monaten (Nautik) bzw. 14 Tagen (Technik) mit Führen eines Berichtsheftes kannst Du entweder als Fachkraft Deck oder Fachkraft Maschine eingesetzt werden. Die jeweilige Vergütung als Fachkraft Deck oder Maschine kann im Heuertarifvertrag eingesehen werden.

Ablauf der Ausbildung

Deine Ausbildung dauert 2 Jahre und beginnt nach den Sommerferien des jeweiligen Bundeslandes.

  • 1. Ausbildungsabschnitt: 30 Wochen Theorie- und Praxisunterricht, inkl. Metallgrundausbildung, Sicherheitsgrundausbildung, Grundausbildung in der Gefahrenabwehr und Ausbildungsfahrt
  • 2. Ausbildungsabschnitt: 30 Wochen Bordpraktikum, davon 8 Wochen an Deck, 8 Wochen im Maschinenbetrieb und weitere 14 Wochen in der Spezialisierungsrichtung Deck oder Maschine.
  • 3. Ausbildungsabschnitt: 20 Wochen Theorie- und Praxisunterricht und Abschlussprüfung zum/zur Schiffsbetriebstechnischen Assistent/in
  • Fakultativ kann auch der Befähigungsnachweis für das Führen von Überlebensfahrzeugen erworben werden.

Ausbildungsinhalte

Damit Du später ein Befähigungszeugnis für den Maschinendienst erwerben kannst, absolvierst Du eine Ausbildung in der Metallbearbeitung.

Du nimmst an Sicherheitsübungen teil, wirst mit den Sicherheitseinrichtungen des Schiffes vertraut gemacht und erfährst, was hinsichtlich Schiffssicherheit zu beachten ist. 

Du unterstützt die Schiffsoffiziere u.a. bei der Überwachung des Ladungsumschlags an Deck, der Arbeit auf der Brücke und der Durchführung von Wartungs- und Instandsetzungsarbeiten im Maschinenraum. 

Auch das Vorbereiten des Deckbereichs für das An- und Ablegen, sowie das Klarmachen der Maschinenanlage gehören zum Aufgabenbereich und ist damit Teil Deiner Ausbildung.

Wenn Du es noch genauer wissen möchtest, stehen Dir anbietende Schulen gerne zur Verfügung.

Voraussetzungen

Mindestalter

Du musst mindestens 16 Jahre alt sein, um zur See fahren zu können. Wenn Du noch minderjährig bist, müssen auch Deine Eltern den Ausbildungsvertrag unterschreiben.

Gesundheit

Die Arbeit an Bord fordert grundsätzlich eine gute körperliche Gesundheit, die durch eine Untersuchung beim Arzt nachgewiesen werden muss. Für die Ausbildung ist ein Nachweis über die Seediensttauglichkeit im Decks- und Maschinendienst erforderlich.

Schulabschluss

Ein Realschulabschluss ist für diesen Werdegang Voraussetzung.

Optimal wäre es, wenn Du in den Fächern Mathematik, Physik und Englisch gute Leistungen vorweisen könntest.

Informationen über den Beruf

Staatliche Seefahrtschule Cuxhaven

Am Seedeich 36
27472 Cuxhaven

Telefon: 04721 39597-0
Mail: info@seefahrtschule.niedersachsen.de
Web: www.seefahrtschule.de


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